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Das Löschgruppenfahrzeug (LF 8)
Das Löschgruppenfahrzeug
(LF) 8 ist das "Arbeitspferd" innerhalb der Feuerwehr. Es bietet Platz für eine
Gruppe (= 9 Feuerwehrleute) und für eine umfassende Ausrüstung insbesondere zur
Brandbekämpfung, um dieses Personal zum Einsatz zu bringen. Die Zahl hinter dem
LF steht immer für die minimal erwartete Pumpenleistung der in das Fahrzeug fest
eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe. In diesem Fall sind das 800 Liter pro Minute
bei einer Saughöhe von 3 Metern. Die reale Leistung ist in der Regel jedoch
deutlich höher (s.u.).
Einige technische Daten:
Das Bild
rechts zeigt die Geräteräume auf der Fahrerseite (G1 und G3). Im G1 links auf
dem Auszug ist der
Überdrucklüfter der Firma Tempest zu sehen.
Daneben ebenfalls auf einem Auszug zwei Pressluftatmer der Firma
Dräger. Darüber eine
Stihl-Motorsäge,
welche samt Zubehör in einem herausnehmbaren Kasten untergebracht ist. In G3
sind neben diversem Schlauchmaterial (9 B-Schläuche, 10 C-Schläuche) noch einige
wasserführende Armaturen wie Verteiler und Strahlrohre untergebracht.
Im heckseitigen Geräteraum ist vor allem die sehr leistungsfähige fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe 8/8-2H von Ziegler mit ihrer vollautomatischen Trokomat-Entlüftungseinrichtung untergebracht. Sie wird vom Fahrzeugmotor angetrieben und kann von hinten zugeschaltet werden. Insgesamt 3 B-Druckabgänge (hinten, sowie links und rechts unter dem Aufbau) sorgen für große Flexibilität bei der Wasserabgabe. Eine Funksprechgarnitur ermöglicht dem Maschinisten die Kommunikation mit den anderen Einsatzkräften. Auf einem abklappbaren Teleskopauszug sind sämtliche an der Pumpe benötigten Zubehörteile verlastet. Oben auf dem
vollständig begehbaren Dach befinden sich zwei große Dachkästen für Schaufeln,
Besen, Schlauchbrücken, Ölbindemittel, etc.. Auf dem rechten Dachkasten sind
eine vierteilige Holzsteckleiter sowie ein Einreißhaken befestigt. Insgesamt
drei Scheinwerfer ermöglichen die gute Ausleuchtung des Einsatzortes. Auf der
Beifahrerseite befinden sich die Geräteräume G2 und G4. Im hinteren G4 sind
neben diversem Schlauchmaterial und Strahlrohren das Notstromaggregat von
Endress
nebst Zubehör untergebracht. Hierzu gehören 2 1500W-Scheinwerfer und insgesamt
100 m Zuleitungskabel. Das Aggregat kann auch direkt auf dem Teleskopauszug
betrieben werden. Üblicherweise versorgt es dann die auf dem Dach des Fahrzeugs
befindliche Einsatzstellenbeleuchtung bestehend aus zwei 1000W-Scheinwerfern.
Die maximale Ausgangsleistung des Erzeugers beträgt 6500 VA. Unter G4 befindet
sich ein Traversenkasten mit einem B-Schlauch und einem Verteiler, die ohne
Zeitverlust sofort an den ebenfalls hier befindlichen B-Abgangsstutzen der
Heckpumpe angeschlossen werden können. In G2 sind auf einem absenkbaren Schlitten die Tragkraftspritze (TS) 8/8 "EuroFire 2000" von Iveco Magirus sowie auf einem Teleskopauszug einige Schaummittelbehälter verlastet. In herausnehmbaren Kästen finden sich Zubehör für die TS, Werkzeug und diverse Kleinteile.
Die "neue" TS 8/8 "EuroFire 2000" von Iveco Magirus, nur Original mit dem Ferrari-Pferd ;-)
Endress Stromerzeuger nach DIN 14685 mit einer Dauerleistung von 6 kVA (4,8 kW)
Folgendes Bild
zeigt die vordere Sitzreihe im Mannschaftsraum. Zwei Pressluftatmerhalterungen
sind als Rückenlehnen geformt (Sitze links und rechts) und ermöglichen so das
Anlegen der Atemschutzgeräte während der Fahrt. Fast alle elektrischen
Hilfsmittel wie Handsprechfunkgeräte und Handscheinwerfer befinden sich in
Ladehalterungen und sind damit immer einsatzbereit. |