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Das Löschgruppenfahrzeug (LF 8)

 

Das Löschgruppenfahrzeug (LF) 8 ist das "Arbeitspferd" innerhalb der Feuerwehr. Es bietet Platz für eine Gruppe (= 9 Feuerwehrleute) und für eine umfassende Ausrüstung insbesondere zur Brandbekämpfung, um dieses Personal zum Einsatz zu bringen. Die Zahl hinter dem LF steht immer für die minimal erwartete Pumpenleistung der in das Fahrzeug fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe. In diesem Fall sind das 800 Liter pro Minute bei einer Saughöhe von 3 Metern. Die reale Leistung ist in der Regel jedoch deutlich höher (s.u.).
 

Unser LF 8 wurde 1998 von der Firma Ziegler auf ein Fahrgestell von Mercedes-Benz aufgebaut. 

Einige technische Daten:

7490 kg zulässiges Gesamtgewicht
6-Zylinder-Dieselmotor mit 140 PS, EURO 2 Norm
Höchstgeschwindigkeit 95 km/h
Radstand 3800 mm
Pumpenleistung ca. 1800 l/min bei 3m Saughöhe
Antiblockiersystem und Antischlupfregelung
Differentialsperre
Servolenkung


Das Bild rechts zeigt die Geräteräume auf der Fahrerseite (G1 und G3). Im G1 links auf dem Auszug ist der Überdrucklüfter der Firma Tempest zu sehen. Daneben ebenfalls auf einem Auszug zwei Pressluftatmer der Firma Dräger. Darüber eine Stihl-Motorsäge, welche samt Zubehör in einem herausnehmbaren Kasten untergebracht ist. In G3 sind neben diversem Schlauchmaterial (9 B-Schläuche, 10 C-Schläuche) noch einige wasserführende Armaturen wie Verteiler und Strahlrohre untergebracht.
 

Im heckseitigen Geräteraum ist vor allem die sehr leistungsfähige fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe 8/8-2H von Ziegler mit ihrer vollautomatischen Trokomat-Entlüftungseinrichtung untergebracht. Sie wird vom Fahrzeugmotor angetrieben und kann von hinten zugeschaltet werden. Insgesamt 3 B-Druckabgänge (hinten, sowie links und rechts unter dem Aufbau) sorgen für große Flexibilität bei der Wasserabgabe. Eine Funksprechgarnitur ermöglicht dem Maschinisten die Kommunikation mit den anderen Einsatzkräften. Auf einem abklappbaren Teleskopauszug sind sämtliche an der Pumpe benötigten Zubehörteile verlastet.

Oben auf dem vollständig begehbaren Dach befinden sich zwei große Dachkästen für Schaufeln, Besen, Schlauchbrücken, Ölbindemittel, etc.. Auf dem rechten Dachkasten sind eine vierteilige Holzsteckleiter sowie ein Einreißhaken befestigt. Insgesamt drei Scheinwerfer ermöglichen die gute Ausleuchtung des Einsatzortes.
 

Auf der Beifahrerseite befinden sich die Geräteräume G2 und G4. Im hinteren G4 sind neben diversem Schlauchmaterial und Strahlrohren das Notstromaggregat von Endress nebst Zubehör untergebracht. Hierzu gehören 2 1500W-Scheinwerfer und insgesamt 100 m Zuleitungskabel. Das Aggregat kann auch direkt auf dem Teleskopauszug betrieben werden. Üblicherweise versorgt es dann die auf dem Dach des Fahrzeugs befindliche Einsatzstellenbeleuchtung bestehend aus zwei 1000W-Scheinwerfern. Die maximale Ausgangsleistung des Erzeugers beträgt 6500 VA. Unter G4 befindet sich ein Traversenkasten mit einem B-Schlauch und einem Verteiler, die ohne Zeitverlust sofort an den ebenfalls hier befindlichen B-Abgangsstutzen der Heckpumpe angeschlossen werden können.
 

In G2 sind auf einem absenkbaren Schlitten die Tragkraftspritze (TS)  8/8  "EuroFire 2000" von Iveco Magirus sowie auf einem Teleskopauszug einige Schaummittelbehälter verlastet. In herausnehmbaren Kästen finden sich Zubehör für die TS, Werkzeug und diverse Kleinteile.

Die "neue" TS 8/8 "EuroFire 2000" von Iveco Magirus, nur Original mit dem Ferrari-Pferd ;-)

 

Endress Stromerzeuger nach DIN 14685 mit einer Dauerleistung von 6 kVA (4,8 kW)

 

Folgendes Bild zeigt die vordere Sitzreihe im Mannschaftsraum. Zwei Pressluftatmerhalterungen sind als Rückenlehnen geformt (Sitze links und rechts) und ermöglichen so das Anlegen der Atemschutzgeräte während der Fahrt. Fast alle elektrischen Hilfsmittel wie Handsprechfunkgeräte und Handscheinwerfer befinden sich in Ladehalterungen und sind damit immer einsatzbereit.