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Dritte Lagerhalle geht in Flammen auf
Wieder landwirtschaftliche Geräte zerstört / Polizei
schließt erneute Brandstiftung nicht aus
Von
unserer Redakteurin
Christina Denker
WEYHE-SUDWEYHE.
Hat sich innerhalb weniger Wochen erneut ein Brandstifter ans Werk gemacht?
In der Nacht zu Donnerstag ging in der Straße "Auf dem Warpel" in Sudweyhe
eine Lagerhalle mit landwirtschaftlichen Geräten in Flammen auf. Erst
Anfang April sowie im Februar fielen in Dreye zwei vergleichbare Gebäude
einem Feuer zum Opfer (wir berichteten). An beiden Brandorten stellte die
Kriminalpolizei Brandbeschleuniger fest. Die Kriminalbeamten schließen nicht
aus, dass es sich bei dem jüngsten Vorfall Donnerstagnacht wieder um
Brandstiftung handeln kann. Naheliegend auch, dass darüber hinaus ein
Zusammenhang zwischen allen drei Bränden vermutet wird. Nicht zuletzt
deshalb, weil sich die zerstörten landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte
allesamt im Besitz des in Sudweyhe lebenden Landwirts befinden. Was das
Motiv angeht, stochert die Polizei noch im Dunkeln. Kriminaltechnische
Untersuchungen sollen nun die Brandursache auf dem Sudweyher Gehöft klären.
Nach Angaben von Ermittler Karl-Hermann Börger ist vor morgen mit keinem
Ergebnis zu rechnen.
Anwohner der Straße "Auf
dem Warpel" hatten gegen 0.20 Uhr die Flammen bemerkt. Daraufhin löste die
Feuerwehreinsatzleitstelle in Diepholz Alarm für die Sudweyher Wehr aus, die
umgehend die Feuerwehren Dreye, Kirchweyhe und Lahausen alarmierten. Als die
ersten Einsatzfahrzeuge eintrafen, brannte die 20 mal 40 Meter große Halle
bereits lichterloh und das Feuer drohte auf die umliegenden Gebäude sowie
ein Gefahrengutlager überzugreifen. Durch das rasche Handeln der
Einsatzkräfte konnte jedoch Schlimmeres abgewendet werden. Um die
landwirtschaftlichen Geräte aus der brennenden Lagerhalle ziehen zu können,
eilten auch die Leester Kameraden mit ihrem Rüstwagen samt Seilwinde zu
Hilfe. Unterstützt wurde der Einsatz außerdem von der Erichshofer Feuerwehr,
die zusätzliche Atemschutzgeräte lieferte. Die waren dringend nötig - nicht
zuletzt deshalb, weil im hinteren Teil des Gebäudes Stroh eingelagert war.
Insgesamt waren knapp hundert Einsatzkräfte vor Ort. Für einige der
Kameraden endete der Einsatz gegen 4 Uhr. Die Sudweyher Feuerwehr blieb noch
bis 9.30 Uhr, um Brandnester zu löschen. Die Schadenshöhe ist noch
unbekannt.
[Regionale Rundschau,
13.04.2007] |