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Bericht der "Regionalen Rundschau" vom 13.02.2007

zum Einsatz "Lagerhallenbrand" in Sudweyhe

 

Dritte Lagerhalle geht in Flammen auf
Wieder landwirtschaftliche Geräte zerstört / Polizei schließt erneute Brandstiftung nicht aus

Von unserer Redakteurin
Christina Denker

 

WEYHE-SUDWEYHE. Hat sich innerhalb weniger Wochen erneut ein Brandstifter ans Werk gemacht? In der Nacht zu Donnerstag ging in der Straße "Auf dem Warpel" in Sudweyhe eine Lagerhalle mit landwirtschaftlichen Geräten in Flammen auf. Erst Anfang April sowie im Februar fielen in Dreye zwei vergleichbare Gebäude einem Feuer zum Opfer (wir berichteten). An beiden Brandorten stellte die Kriminalpolizei Brandbeschleuniger fest. Die Kriminalbeamten schließen nicht aus, dass es sich bei dem jüngsten Vorfall Donnerstagnacht wieder um Brandstiftung handeln kann. Naheliegend auch, dass darüber hinaus ein Zusammenhang zwischen allen drei Bränden vermutet wird. Nicht zuletzt deshalb, weil sich die zerstörten landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte allesamt im Besitz des in Sudweyhe lebenden Landwirts befinden. Was das Motiv angeht, stochert die Polizei noch im Dunkeln. Kriminaltechnische Untersuchungen sollen nun die Brandursache auf dem Sudweyher Gehöft klären. Nach Angaben von Ermittler Karl-Hermann Börger ist vor morgen mit keinem Ergebnis zu rechnen.

Anwohner der Straße "Auf dem Warpel" hatten gegen 0.20 Uhr die Flammen bemerkt. Daraufhin löste die Feuerwehreinsatzleitstelle in Diepholz Alarm für die Sudweyher Wehr aus, die umgehend die Feuerwehren Dreye, Kirchweyhe und Lahausen alarmierten. Als die ersten Einsatzfahrzeuge eintrafen, brannte die 20 mal 40 Meter große Halle bereits lichterloh und das Feuer drohte auf die umliegenden Gebäude sowie ein Gefahrengutlager überzugreifen. Durch das rasche Handeln der Einsatzkräfte konnte jedoch Schlimmeres abgewendet werden. Um die landwirtschaftlichen Geräte aus der brennenden Lagerhalle ziehen zu können, eilten auch die Leester Kameraden mit ihrem Rüstwagen samt Seilwinde zu Hilfe. Unterstützt wurde der Einsatz außerdem von der Erichshofer Feuerwehr, die zusätzliche Atemschutzgeräte lieferte. Die waren dringend nötig - nicht zuletzt deshalb, weil im hinteren Teil des Gebäudes Stroh eingelagert war. Insgesamt waren knapp hundert Einsatzkräfte vor Ort. Für einige der Kameraden endete der Einsatz gegen 4 Uhr. Die Sudweyher Feuerwehr blieb noch bis 9.30 Uhr, um Brandnester zu löschen. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt.

[Regionale Rundschau, 13.04.2007]